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Stolpersteine in Neustadt-Neuschönefeld

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"...man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen"

"Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die von Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Freitod getrieben wurden. Die Stolpersteine sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden vor den letzten frei gewählten Wohnorten der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges eingelassen.

Inzwischen (Juli 2009) hat Gunter Demnig über 20.000 Steine in etwa 430 Städten und Gemeinden in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Ungarn gesetzt.

Demnigs Intention ist unter anderem den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Das Bücken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll auch eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein. Außerdem soll die Markierung der Tatorte, häufig mitten in dichtbesiedelten Bereichen, der von einigen Zeitzeugen vorgebrachten Schutzbehauptung, dass man von den Deportationen nichts mitbekommen habe, in Frage stellen.

Trotz des Namens Stolpersteine geht es Demnig nicht um ein tatsächliches „Stolpern“. Er zitiert auf die Frage nach dem Namen des Projektes gerne einen Schüler, der nach der Stolpergefahr gefragt, antwortete: „Nein, nein man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen“."[1]

 

 

 

 

 

[1] Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine


Der Arbeitskreis Stolpersteine

Nach einem Leserbrief im Journal 4/2010 hat der Bürgerverein zusammen mit der Heilig-Kreuz-Gemeinde, SoJa Leipzig (Sozialdiakonische offene Jugendarbeit) und privat Interessierten sich die Aufgabe gestellt, die Verlegung von Stolpersteinen im Stadtgebiet Neustadt-Neuschönefeld anzustoßen.

Zu diesem Zweck hat sich ein Arbeitskreis gegründet der in Kontakt zum Archiv Bürgerbewegung e.V. steht. Sollte Interesse am Mitwirken bestehen können Sie im Bürgerverein näheres dazu erfahren.